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Großgmain - Marienheilgarten, Der nährende Park kraftvoller Schätze

Der nährende Park kraftvoller Schätze

Marienheilgarten Großgmain, Salzburger Land, Berchtesgadener Land

Im Juni 2018 reiste ich in das malerische Berchtesgadener und Salzburger Land. In dem deutsch-österreichischen Grenzgebiet vereinen sich eine kraftvolle Natur, christliche Wallfahrtsorte und viele Sagen und Mythen. Eine ziemlich großartige Region für einen wie mich, der Erlebnisberichte über genau diese Schauplätze schreibt.

 

Diese Elemente der Region vereinen sich in einem Heilgarten in dem kleinen österreichischen Grenz-Ort Großgmain, der nach einer Idee des lokalen katholischen Gemeinde-Pfarrers angelegt wurde. Wie im Großen so im Kleinen könnte man meinen.

 

Großgmain, genauer die Marien Wallfahrtskirche in Großgmain ist bereits seit Jahrhunderten ein Ziel religiöser Pilger, Kunstliebhaber und Touristen. Seit dem 15.08.2001 um 10.30 Uhr gibt es eine weitere Pilgerstätte: im Garten hinter der Wallfahrtskirche.

Idee und Konzeption

Das Eröffnungs Datum und die Uhrzeit wurden nach astrologischen Gesichtspunkten ausgewählt. Zudem ist der 15.08. in der katholischen Religion der Tag der Maria Himmelfahrt. Neben der Astrologie und der Religion sind die Aspekte der Natur, Philosophie, Numerologie und Mythologie bei der Konzeption als ganzheitlich-holistische Weltsicht eingeflossen.

 

Der Marienheilgarten ist ein Garten der Kraft und des Friedens, der von vielen suchenden, aber nicht auch unbedingt religiösen Menschen aufgesucht wird. Hier kann jeder ohne den engen kirchlichen Rahmen in Stille verweilen, meditieren und Kraft tanken.

 

Die Idee und konzeptionelle Gestaltung zu diesem facettenreichen Kraft Ort kamen vom Gemeinde-Pfarrer Herbert Josef Schmatzberger. Mich hat das sehr überrascht. Ein in Amt und Würden stehender katholischer Geistlicher, der sich weit über den Tellerrand der Religion hinaus wagt und (ehemaliges) „Hexenwerk und Ketzerei“ ganz offen mit ihr verbindet. So sehr es mich überraschte, so sehr freute es mich. Ich bin ein großer Freund davon, Einzelaspekte ganzheitlich zu bündeln und gemeinsam zum Wohle aller zu nutzen. Ein bisschen hat Pfarrer Schmatzberger dazu beigetragen, meine gedankliche Schublade der katholischen Kirche zu verändern.

Der Weg zum Marienheilgarten führte mich vom kleinen Parkplatz an der Ecke des Kirchenareals eine schmale Straße hinunter. Entlang der hohen Sicht schützenden Hecke des Gartens ging ich zum Eingang am Fuße der Anlage.

 

Ich betrat den kleinen lichten Park und vor mir lag links der 19x38 m große Marienheilgarten, rechts ein schlichter Bungalow und fast mittig ein Baumkreis, in dessen Zentrum eine Statue des Heiligen Pater Pio steht. Vor ihm eine leicht gebogenen, grauweiße steinerne Bank, die zum Verweilen und Innehalten einlädt.

Pater Pios Baumkreis

Marienheilgarten Großgmain, Baumkreis
Statue des Pater Pio

Mich zog es zuerst zum Baumkreis des Pater Pio. Innerhalb von Baumkreisen finde ich häufiger eine schöne Energie. Ich setzte mich auf die bogenförmige steinerne Bank und wurde Teil des Kreises. Pater Pio (1887-1968) ist einer der beliebtesten Heiligen Italiens. An seinen Händen waren zu Lebzeiten Stigmata, die Wundmale Christi sichtbar und man sagte ihm Heilungen und seherische Fähigkeiten nach.

 

Ich hatte mich nicht getäuscht. Einige Minuten lang sog ich die warme, friedliche Atmosphäre dieses Platzes auf, bevor ich mich auf die gebündelte, Bild gewordene Mystik des ganzheitlichen Gartens einließ.

Der Garten

Ich schritt die wenigen Meter hinüber und hatte die ganze Länge des Heilgartens vor mir. Unmittelbar vor mir liegt im Zentrum eines Kreises ein großer Felsstein vom sagenumwobenen Untersberg. Man sagt vom Untersberg, dass dort Zeitphänomene auftreten; eine Legende behauptet, dass Karl der Große mit seiner Gefolgschaft noch heute im Berg lebt und auf die letzte Schlacht wartet. Der Dalai Lama hat den Berg einst als Herz Chakra der Welt bezeichnet. Und tatsächlich soll der Untersberg Stein, einem Herzschlag ähnlich, Strahlen aussenden und einsammeln.

Ich stelle mich hinter den Untersberg Stein in eine gerade Linie über den Schnittpunkt der liegenden acht zur Statue der Sophia-Maria. Mein gesamter linker Arm beginnt augenblicklich von der Hand aufwärts wie tausend Ameisen an zu kribbeln – krass. Mit so einer starken Reaktion habe ich nicht gerechnet. Sobald ich mich etwas zur Seite bewege, lässt das Kribbeln nach, zurück in der Linie ist es wieder voll da. Ich spiele eine bisschen mit dem Gefühl; dann gehe ich achtsam in Richtung Zentrum.

Der Stern der Liebe

In der Verbindungsstelle der Kreise angekommen liegt vor mir, in die saftig grüne Rasendecke eingearbeitet und in Richtung Statue der sogenannte Stern der Liebe. Ein aus ursprünglich weißen Steinen gelegter Stern, in dessen Zentrum ein aus goldenen Steinen gelegtes Herz eingearbeitet ist. Erschaffen wurde dieses Bild vom ehemaligen österreichischen Abfahrtsweltmeister David Zwilling.

Vor diesem Stern der Liebe bleibe ich zur Sophia-Maria blickend stehen und erhalte nichtsahnend ein wundervolles Geschenk. Mein Herz wird warm, energetisiert sich und scheint sich mit bedingungsloser Liebe zu füllen. In mir entsteht ein so schönes Gefühl einer Heilung des Herzens; als ob viele alte festsitzende Emotionen einfach aufgelöst werden. 

Sophia-Maria im kosmischen Kreis

Einige Minuten nachdem dieses unerwartet bezaubernde Gefühl, das ausschließlich im Herzen zu spüren war, ausgeklungen ist, folge ich weiter dem Weg zur Statue der Sophia-Maria im Zentrum des oberen Kreises. Der Weg würde mich jedoch nicht um sie herum, sondern zu ihr ins Zentrum führen. Mein Gefühl führt mich weiter auf dem imaginären Symbol der Unendlichkeit, sodass ich den Pfad verlasse, außen herum dem Kreis folge und das Symbol vollende.

 

Erst anschließend nähere ich mich der Skulptur, um auch an dieser Stelle aufmerksam hinein zu spüren. Der Kreis um das Standbild herum ist in 12 Abschnitte, die Symbole der Tierkreiszeichen (Sternzeichen) aufgeteilt. Die 12 Bereiche sind mit Pflanzen und Kräutern, die den astrologischen Symbolen zugeordnet sind bepflanzt. Das Irdische, der Kosmos, die Religion und Philosophie sind in diesem Kreis verbunden.

Die Statue soll, wie auch der Untersberg Stein, auf einem Kraftfeld stehen. Ausnahmsweise kann ich hier einmal nichts spüren. Eine Quelle, die hinter dem Standbild fließt, läuft in eine Muschel zum Zeichen, dass der Jakobsweg hier entlang führt. Das Wasser hat die gleiche Schwingung wie das Quellwasser in Lourdes. Natürlich trinke ich davon, benetze meinen wehen Ellenbogen und hoffe, dass es hilft.

 

Eine Zeit lang sitze ich noch in der Nähe des Untersberg Steins auf einer Bank und genieße die Energie des schönen Gartens. Zwei Frauen sammeln ihre Edelsteine wieder ein, die sie auf dem mystischen Felsblock aufgeladen haben. Der Himmel hat sich verdunkelt, es grummelt in der Ferne. Ein Gewitter zieht auf. Auch wenn ich mich an diesem heilenden Ort sehr wohl und geschützt fühle, gehe ich den nahenden gewaltigen Naturkräften lieber aus dem Weg.

 

Viel zu früh verlasse ich den wundervollen Ort, der mir so überraschende wie wohl tuende Sinneseindrücke schenkte. Danke, Pfarrer Schmatzberger.

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Kommentare: 4
  • #1

    Nicole (Samstag, 26 Januar 2019 12:36)

    Lieber Sönke,
    danke wieder einmal fürs mitnehmen!

    Toller Bericht! Macht mir Lust diesen wundervollen Garten selbst zu besuchen.

    LG Nicole

  • #2

    Marlis Thomsen (Montag, 28 Januar 2019 17:25)

    Danke, Sönke für die schönen Bilder und die sehr schöne Energie, die man spürt wenn man deinen Bericht ließt.
    LG Marlis

  • #3

    Holger (Dienstag, 29 Januar 2019 09:21)

    Danke, lieber Sönke, für die eindrucksvolle Schilderung. Ich fühle mich gerade so, als wenn ich selbst dort wäre! Aloha, Holger

  • #4

    Sönke Kluge (Dienstag, 29 Januar 2019 14:33)

    Vielen Dank für eure tollen Kommentare! Es freut mich natürlich sehr, wenn ich euch ein bisschen mitnehmen konnte. :-)