Emma-Kunz-Grotte (Würenlos, Schweiz) - Römer, Heiler und Künstler

Römer, Heiler und Künstler

Emma Kunz, neugierig & medial

Auf diesen vielseitigen Kraftort und das Vermächtnis der Emma Kunz wurde ich durch einen Freund aufmerksam. Er erzählte von einer Grotte, in der es viele Menschen nur kurz aushalten, weil die Schwingung sehr hoch sei. Die Anziehung sei trotzdem so stark, dass etliche nach kurzer Pause wieder hineingehen, um die Frequenzen ein weiteres Mal zu erleben.

Emma Kunz Grotte, Emma Kunz Museum, Würenlos,
Emma Kunz im Alter von 18 Jahren.

Bei solchen Erzählungen werde ich hellhörig. Also begann ich zu recherchieren und fand das Emma-Kunz-Zentrum in Würenlos im Aargau (Schweiz). Der Ort liegt in der Nähe von Zürich und ist damit von meiner Heimatstadt Hamburg aus fast ein Tagesausflug.

 

Emma Kunz war zu Lebzeiten (1892-1963) Forscherin, Heilpraktikerin und Künstlerin. In ihrer Kindheit zeigten sich mediale und prophetische Fähigkeiten. Früh entschloss sie sich den Menschen zu helfen. 1933 entschloss sie sich ihrem Herzenswunsch, dem Heilen und dem Erforschen von Fragen, die sie als wichtig empfand, zu folgen und alle andern Tätigkeiten aufzugeben. 

Die Fragen, die sie stellte, waren geistiger und philosophischer Natur, befassten sich aber auch mit den Krankheiten ihrer Patienten.

 

Erst 1986 wurde das Emma-Kunz-Zentrum eröffnet. Im Wesentlichen besteht es aus der Grotte im einstigen Römer-Steinbruch und dem Museum, in dem eine Dauerausstellung ihrer hoch angesehenen Bilder eine Heimat hat. 

Des Pudels Kern - die Grotte

 

Der Besuch des Herzstücks des Emma-Kunz-Zentrums, der Grotte, ist spontan kaum möglich. Es bedarf einer vorherigen Anmeldung um dort maximal 30 Minuten, und das auch nur einmal am Tag, zu verweilen. Länger erlaubt die Zentrumsleitung keinen Besuch. Die Besucher sollen mit den wirkenden Kräften nicht überfordert werden. In diesen 30 Minuten hat man die Grotte dann für sich und kann sich ungestört auf alle Feinheiten einlassen. 

Emma-Kunz-Grotte, Steinbruch, Steinquader der Römer
Steinbruch, Steinquader der Römer
Emma-Kunz-Grotte, bearbeitete Felswand
Bearbeitete Felswand in der Grotte

Unangemeldet kann man zwischen 16 und 16.30 Uhr kommen. Allerdings muss man sich dann die Grotte mit allen teilen, die kommen.

 

Die Grotte ist noch vom Römer-Steinbruch gezeichnet. Im Eingangsbereich liegen große Quader und ein alter Seilzug steckt im Fels. Dieser Ort war Emma Kunz´ persönlicher Ort der Kraft. Hierher ging sie, um die harmonische und ausgleichende Schwingung aufzunehmen und sich wie eine Batterie wieder aufzuladen. 

Beim meinem Besuch erhalte ich einen Grundriss der Grotte. Folgt man dem Weg, steigt die ungetrübte Schwingung von 8.000 Bovis (Maßeinheit aus der Radiästhesie. Sie gibt die Stärke einer „Lebens-“ oder „feinstofflichen“ Energie an.) im Eingangsbereich bis zu 22.000 Bovis am tiefsten Punkt an.

 

Als ich den Pfad beschritt, nahm ich die reinen Energien anfangs mit einem feinen Kribbeln auf der Fels-zugewandten Körperseite wahr.

Emma-Kunz-Grotte, tiefste Stelle, 22.000 Bovis
22.000 Bovis rechts am Ende der Grotte.

Emma-Kunz-Grotte
Emma-Kunz-Grotte, Blick zum Eingang

Meine Wahrnehmung steigerte sich fließend. Klare Grenzen konnte ich nicht ausmachen. Am höchsten Schwingungspunkt empfand ich einen leichten Kopfdruck und fühlte mich ein ganz klein wenig „duselig“.

 

Die Schwingungen waren glasklar, pur und rein wie ein See, hoch in den Bergen. Sie fühlten sich gut, aber neutral an. In Kirchen oder an religiösen Orten empfinde ich die Schwingungen immer auch emotional. Das heißt, sie sind mit Gefühlen wie Frieden, Güte oder Liebe verbunden. Es war interessant diesen unerwarteten Unterschied zu erkennen. 

Eine Freundin, die mich begleitete, empfand eine Stelle mit ca. 10.000 Bovis am angenehmsten. Für mich waren es eher die 22.000 Bovis. Ich denke, das empfindet jeder Besucher anders. Erstaunlicher war für mich, dass meine Begleitung fast die gesamte Zeit am Kraftort blieb. Erst kurz vor Ablauf der Zeit verabschiedete sie sich in den Bereich vor der Grotte, weil es ihr „zu viel“ wurde.

 

30 Minuten vergehen wie im Fluge. Fast schon plötzlich mussten wir am Ende aufbrechen und das Vergnügen an die bereits wartenden nächsten Besucher weitergeben.

 

 

Es war eine interessante Erfahrung. Nicht spektakulär, jedoch wieder einmal anders als meine bisherigen Erlebnisse mit Natur-Kraftorten. Fast noch spannender, auf jeden Fall aber intensiver wurde unser Besuch im Museum. 

Das Emma Kunz Museum

 

Emma Kunz verstand sich auch als Forscherin. Sie war unermüdlich auf der Suche nach Antworten auf Fragen des Lebens und deren geistiger Zusammenhänge. Sicher halfen ihre medialen Fähigkeiten bei der Lösung der Fragen. Die sphärischen Antworten brachte sie in über 400 Zeichnungen zu Papier.

 

Außergewöhnlich war ihre Technik die Bilder entstehen zu lassen. Sie pendelte die Antworten über großformatigen Millimeterpapier aus. Dabei setzte sie Punkte und Schwerlinien (Bestandteil der Dreiecksgeometrie) und ließ mit Farbstift und Ölkreide meist strenge Geometrien entstehen. Zum Teil haben sie mich an die heilige Geometrie, wie etwa Metatrons Würfel erinnert.

 

Kunst im eigentlichen Sinne entstehen zu lassen, war gar nicht ihre Absicht. Trotzdem erregen seit 1973 ihre Bilder internationales Aufsehen. 1999 fand in Zürich unter dem Titel „Richtkräfte des 21. Jahrhunderts“ eine gemeinsame Ausstellung der Werke von Emma Kunz, Joseph Beuys und Rudolf Steiner einige Beachtung.  

70 Werke haben im Museum des Emma-Kunz-Zentrums eine ständige Heimat gefunden. Leider gibt es kaum Erklärungen zu den faszinierenden Bildern. Emma Kunz hat die gezeichneten Antworten zwar regelmäßig erläutert, jedoch immer verboten, dass Aufzeichnungen gemacht werden. Sie war der Meinung, dass sich demjenigen die Inhalte erschließen, wenn er/sie dafür bereit ist.

 

Die meisten der 7o Bilder hängen in einem einzigen Raum. Als ich die Treppe betrat, die zu ihm hinführt, strömte mir die Energie bereits entgegen. Je näher ich der Galerie kam, desto klarer und feiner wurde die Atmosphäre. Spätestens beim Betreten des hohen, offenen Raums tauchte ich in die Energie und der im Äther schwingenden Informationen der Zeichnungen ein. Ich wurde von einer großen hochfrequenten Welle umspült und überwältigt.

 

Jedes Bild hatte eine eigene spürbare Ausstrahlung, manche stärker als andere. Ich denke, hier wird jeder von seinen Themen und den passenden bildhaften Antworten angezogen.

 

Die Galerie empfand ich als noch hoch schwingender als die Grotte. Irgendwann bekam ich sogar Kopfschmerzen von der Fülle der umher schwirrenden Informationen der Geometrien. Meine Begleiterin, die in der Grotte so lange geblieben war, verabschiedete sich hier bereits nach 5-10 Minuten von mir. Wie hoch mag hier der Bovis Wert sein? Bisher habe ich keine Antwort darauf gefunden. Es wäre spannend, den Bovis Wert in diesem Raum mit dem der Grotte zu vergleichen. 

 

Ob es sinnvoll ist, zuerst das Museum zu besuchen und sich dann in der Grotte mit den harmonischen Schwingungen wieder auszugleichen oder sich erst in der Grotte einzuschwingen, um sich auf die Fülle der Informationen der geometrischen Bilder vorzubereiten, muss jeder für sich entscheiden. Egal wie herum wir es machen, falsch wird es nie sein. Unsere Intuition wird uns den individuell richtigen Weg weisen.

 

 

(Die Grafiken und das Bild aus dem Museums wurden mir freundlicherweise vom Emma Kunz Zentrum zur Verfügung gestellt. Fotos: ©Anton C. Meier, Emma Kunz Zentrum, CH-Würenlos, )

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